Laos en vélo – étape trois!

Gepostet am Mrz 18, 2014 in Alle Berichte, Asien, en vélo, Geschichten sind Speisen für's Ohr.., Laos | 1 Kommentar

Laos en vélo – étape trois!

unsere Bergetappe im laotischen Norden

von Vang Vieng nach Luang Prabang

[2. – 8. März 2014]

Über unsere Alp d’Huez von Laos, das Erklimmen und Überwinden des einen oder anderen Bergkammes, Hitzköpfe bei Tageshöchsttemperaturen, Hungerrast und Kampf gegen den Berg, traditionelle Lebensweisen der laotischen Dörfer entlang der Strasse, überladene Lastwagen, die uns in der Staub- und Abgaswolke zurücklassen, märchenhafte Karstberglandschaften, die frühmorgens im Dunst erst zu erahnen sind, bis sie dann von der Morgensonne beleuchtet werden, belle vue, schlammbadende Wasserbüffel, uns den Weg versperrende Tierfamilien, neben uns her rennende Kinderhorden, staunende und herzlich grüssende Dorfbewohner, obligatorischer Bananenverzehr, Drachenfrüchte als Motivationsspritze…

 

Idyllische Karstberge und im Schlamm badende Wasserbüffel

Vang Vieng – Namxa-Noy

[2. März 2014]

Die Magen-Darm-Erkrankung von mir (ausnahmsweise hatte es nicht Räphu getroffen) schien nach dem Beginn einer Antibiotika-Behandlung zu bessern, die zwei-tägige Zwangspause mit den beiden Busfahrten somit vorüber. In unserem gewöhnlichen Rhythmus starteten wir in Vang Vieng bei Tagesanbruch, das Tageslicht liess auch hier im Norden nicht lange auf sich warten. Doch mit dem Erwachen des Tages blies uns erstmals ein kräftiger Wind entgegen.

Die Höhenprofile der nächsten drei Tage, die uns ein Suisse-Romand am Vorabend auf seiner Karte offenbart hatte, waren in unseren Köpfen eingebrannt. Doch dieser Austausch sollte uns in den nächsten Tagen noch ein paar Mal dienlich sein, vor allem mental waren wir so auf das schlimmste vorbereitet. Mit diesem Abbild der Topographie fuhren wir also an diesem Morgen los und hatten eine ungefähre Ahnung davon, auf welchen Bergkämmen wir übernachteten, wo wir uns auf längere Abfahrten freuen konnten und wo es schier endlos an steilen und vor allem langgezogenen, sich aber stetig auf- und abbewegenden Strassen in den Bergen „obsi“ ging.

Die dunkelgrünen Bergketten waren im Dunst anfangs nur zu erahnen, doch je näher wir ihnen kamen und je mehr die Morgensonne ihren Dienst aufnahm, desto deutlicher nahmen die steil emporragenden Kalkriesen Gestalt an. Die Aussicht darauf bescherte uns eine eindrückliche Szenerie – die auftauchenden Kalkberge und der Weg, welcher sich zwischen ihnen durchschlängelte, liess uns einmal mehr darüber nachdenken, wie privilegiert wir sind, eine solche Reise zu erleben. Die märchenhafte Stimmung in uns aufnehmend bei noch erfrischenden Temperaturen ging’s erstmals dezent bergauf.

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Auf einer Anhöhe konnten wir beobachten, wie kleine Büffelherden von überall her zum Wasserloch strömten, um in der „Büffelbadeanstalt“ ein ausgiebiges Schlammbad zu geniessen – als Schutz vor der Tropenhitze tagsüber. Gerne hätten wir es ihnen gleichgetan, wären nicht ihre bedrohlichen Hörner gewesen.

 

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Wir passierten die ersten Dörfer, die sich entlang der Strasse hinziehen. Das Dorfleben schien erst gerade in Gang zu kommen. Frauen strömten mit ihren Kindern am Rücken und an der Hand zum Dorfbrunnen. Dort kamen die ersten Gespräche zustande. Vor dem Eingang zu den Pfahlhütten wurde Gemüse geschnitten und die erste Pfanne Reis kochte bereits über dem Feuer. Währenddem uns einige noch schlaftrunken beobachteten, als würden wir in ihren Träumen erscheinen, stellten uns die Kinder mit einer Riesenfreude in einer Reihe auf und wollten natürlich bei unserer Durchfahrt einschlagen. Bei gewissen Steigungen war dies zusätzlich kräfteraubend und balancetechnisch herausfordernd – doch diese unverblümte Freude war ansteckend und das halbe Dorf hatte bereits frühmorgens etwas zum Schmunzeln, Lachen und Staunen. Manchmal standen ganze Familien beisammen vor ihrer Pfahlhütte, als ob sie bereits auf unsere Durchfahrt gewartet hätten. Dies waren prägende Augenblicke, in denen zwei Welten einander kurz berührten. Dankbar und glücklich waren wir, dass die nonverbale Kommunikation zwischen diesen beiden Welten übereinstimmend war. Zumindest hatten wir bereits in abgelegeneren Orten erlebt, dass die Menschen einem spontan zuwinken und auch der gegenseitige Ausdruck von Freude wohl eindeutig zu verstehen war. Ein freundliches „Sabai-dee“ hier in Laos unterstrich das Ganze noch, doch hätten wir uns auch ohne diese Grussformel verstanden.

Die Route war anfangs relativ flach, doch noch bevor Kasi erwartete uns eine 7 Km lange Steigung bergauf mit den ersten paar 10% Grad-Partien, wohlgemerkt etwas mühsamer mit Gepäck am Fahrrad, bevor wir dann erstmals den Fahrtwind im Gesicht genossen und annähernd 10 Km runter nach Kasi „flogen“. Wegen den gefährlich tiefen Löcher in der Strasse und den gänzlich aufgerissenen kurzen Strassenabschnitten mit Kiesbelag mussten wir unbedingt wachsam sein – der scheinbar furchtlose Räphu musste ein paar Mal daran erinnert werden! In Kasi hielten wir für Lunch – wir durften uns mit kaltem Reis und Gemüse mit einem seltsamen Geschmack begnügen. Nach Kasi ging’s ohne Vorwarnung wieder steil den nächsten Bergrücken empor – bei beinahe unerträglichen Temperaturen, zumindest wenn man längere Zeit unter solchen Bedingungen unterwegs sein müsste. In einem Bambusunterstand, im Schatten des schön gewobenen Palmblattdaches machten wir Pause und gönnten uns einen Drink mit unserem Elektrolytpulver, dass wir bisher in jeder grösseren Stadt wie Siem Reap oder Vientiane jeweils besorgten. In diesen Temperaturen und bei diesen Steigungen mit den paar Kilos Gepäck am Bike ist der Verlust von Körperflüssigkeit und dem damit verbundenen Abbau wichtiger Salze und Mineralien so einigermassen kompensierbar.

Vor und nach dem Dorf Phacheo war die Route flacher, wenn es auch hier noch dezent hoch und wieder runter ging. Ein bisschen beunruhigt, wir hätten unsere Unterkunft verpasst, kurvten wir unsicher und diesmal mit leicht angezogenen Bremsen bergab, als plötzlich endlich das Schild auf der linken Seite erschien – „Hotspring Water Resort“. Sehr erleichtert fragten wir nach einem Bungalow direkt neben der Quelle – für 60’000 Kip (ca. 6 CHF) blieben wir gerne im Resort! Wir stärkten uns für den nächsten Tag mit zwei Mahlzeiten und legten uns früh ins Bungalow. Das Bad in der heissen Quelle kurz vor dem Eindunkeln war traumhaft, auch wenn die Einheimischen abends mit ihren Seifen-Körbchen von überall her strömten, um neben uns ihre Körperpflege vorzunehmen. Berührungsängste zeigten sie jedenfalls keine.

 

Unsere Alp d’Huez

von Namxa-Noy nach Kiou Ka Cham

[3. März 2014]

Die Quelle, welche uns eine Vorahnung für den Weg nach Luang Prabang gegeben hatte, hatte wenig schöne Worte benutzt für die Beschreibung der heutigen Etappe. „There are some significant downhill stretches, but for most of the day it’s a battle between you and the mountains, with several grades at or close to 10 percent. Das kanadische Paar (www.travellingtwo.com) hat ihre weltweiten Veloabenteuer sehr detailliert dokumentiert und ist für uns immer noch eine hilfreiche Unterstützung bei der Planung von unseren Etappen.

Diese Vorwarnung hatte uns nicht demotiviert, im Gegenteil – vielmehr wartete da einmal mehr eine körperliche und mentale Herausforderung, deren wir uns gerne annahmen. So verging uns die gute Laune trotz dieser „düsteren Prognose“ erst kurz vor Erreichen des Tagesziels, als wir beide einen akuten Hungerrast erlitten, der mit Brot kaum schnell zu lindern war. Zuvor witzelten wir immer wieder gerne über den „Kampf zwischen uns und dem Berg“. Vor allem ich, noch geschwächt von dem Magen-Darm-Käfer, hatte vorerst Bedenken gehabt, die steilen Anstiege zu schaffen. Zudem war ich nicht sicher, ob es an meinem Bike überhaupt einen Gang gibt, der bergauf noch taugte. Aber es gab immer noch die Alternative, abzusteigen und zu Fuss weiter zu gehen. Das Tageslicht von ca. 12h musste reichen. Doch so weit sollte es nicht kommen, auch tat der tiefste Gang gute Dienste an diesem Tag und reichte aus.

Nach knapp zwei Stunden bei wunderbarer Morgenstimmung hatten wir zu unserem Erstaunen bereits ein Restaurant mit Ausblick über die Gebirgsszenerie erreicht. Wir genehmigten uns ein Ice Lao Coffee mit Sweetmilk natürlich und Schokolade – wie lange hatten wir keine mehr gefunden!? Die Beine waren noch wie neu und unsere Gemüter auch.

erst der erste "Hoger" des Tages erklummen...aber der steilste und längste!

erst der erste „Hoger“ des Tages erklummen…aber der steilste und längste!

Nach weiterem Ansteigen hatten wir den einen 1400m hohen Punkt des Tages erreicht, bevor wir ins Dorf Phou Khoun runter rauschten. Dort kauften wir Picknick-Proviant ein, Räphu hätte sich noch lange hier die Zeit vertreiben können, wieder einmal ein Markt mit dem noch natürlich-asiatischen und unverblümten Flair. Nach einem ständigen auf und ab von jeweils mehreren 100m war da wieder einmal eine lange Abfahrt, die wir richtig geniessen konnten, ohne dass wir an die folgende Strafe dachten. Wir kreuzten an einer 10% Neigung einen anderen Fahrradfahrer, doch zu schnell waren wir unterwegs und zu stark im Abfahrtsrausch, als dass wir spontan hätten halten wollen/können.

Die ländliche Bevölkerung lebt hier noch sehr traditionell – dies wird sichtbar in ihren Behausungen, ihrer Kleidung und auch durch ihren Lebensstil. Von Phou Khoun  nach Luang Prabang ziehen sich die Dörfer der Hmong und Khmu – indigene (Berg)-völker Südostasiens – in einer Reihe auf beiden Seiten der Strasse hin, meistens entlang eines Bergkammes. Hinter der Pfahlhütte steigen die überwucherten Kalkfelsen entweder steil empor oder der Abgrund mit einem Tiefblick ins Tal erwartet einem auf der anderen Seite. Unterwegs begegnen wir Dorfbewohner beim Sammeln von Feuerholz, Bambus und oft tragen sie schwer beladene Bambuskörbe mit Gemüse und Kräutern am Rücken, balanciert von einem gewobenen Band um die Stirn. Das Pflanzen und ernten von Gemüse wird von den Frauen besorgt, das Schlachten der Tiere ist Männersache. Oft beobachten wir, wie frühmorgens Frauen mit ihren Körben am Rücken bereits unterwegs zu ihren Gärten und Feldern sind, währenddem die Männer die jüngsten Kleinkinder um den Rücken gebunden haben und die Arbeiten um die Hütte besorgen. 80% der Bevölkerung von Laos betreibt Subsistenzlandwirtschaft.

Passend zu den Tageshöchsttemperaturen kam später – als Schlussbouquet – ein nicht mehr enden wollender Anstieg. Gerne stiegen wir ab, als uns ein Holländer auf zwei Rädern entgegenkam. Er war vor ein paar Monaten in den Niederlanden gestartet und immer noch auf Tour – Chapeau! Ein paar Meter später überquerte in rund 20m Distanz eine ca. 2m lange schwarze Schlange die Strasse – beide traten wir perplex nicht mehr in die Pedale, bis wir beinahe rückwärts wieder den Hang runtergerollt wären. Diese schlangenartige Begegnung vertrieb uns schlagartig die Lust aufs Zelten.

Bis zum Dorf Kiou Ka Cham (maps.google; Kiewkacham) wurde es dann etwas flacher, aber weiterhin ein ständiges auf und ab. Am Ziel angekommen, und somit der zweite Punkt um die 1400m ü.M. an diesem Tag, hätten wir die schweren Beine gerne in eine Ecke gestellt, um dieses unangenehme Schwere-Gefühl nicht ertragen zu müssen. 1400M ü.M. tönt nicht nach viel, aber die Täler schneiden sich tief in die Karstlandschaft und oft doch überaus oft sieht man sich wieder unten auf dem Talboden auf 200m ü.M. und schaut die umrundenden Kämme wieder von unten an.

Halb verhungert waren wir beim Guesthouse Bounthan angekommen, eines von drei Übernachtungsmöglichkeiten in diesem kleinen Ort. Deshalb stärkten wir uns als erstes, und nach einer kalten Dusche genossen wir von der Terrasse den Ausblick über die Berge. Leider waren uns schon länger jeder Stuhl und Bank zu hart, weshalb wir hie und da unsere Camping-Kopfkissen als Sitzkissen verwendeten.

Guesthouse Bounthan in Kiou Ka Cham

Guesthouse Bounthan in Kiou Ka Cham

Bei und nach Einbruch der Dunkelheit trudelten dann noch zwei Holländer und zwei Kanadier ein. Die beiden Paare hatten den Berg von der anderen Seite erzwungen und ungefähr die selben Steigungen hinter sich gebracht. Gemeinsam berichteten wir über den verrückten Tag, der an niemandem spurlos vorbeigegangen war. Die, welche es vertrugen, genehmigten sich das eine oder andere Bier. Am nächsten Tag konnte ich mich nicht mehr erinnern, wie wir uns hingelegt hatten – aufgrund der Müdigkeit, nicht wegen des Alkohols!

 

nochmals ein Parcours nach Luang Prabang

Kiou Ka Cham – Luang Prabang

[4. März 2014]

Eine halbe Stunde mehr Schlaf hatten wir uns gegönnt an diesem Morgen, fuhren ungefähr zwei Minuten, bis wir beim nächsten Beizli für eine Nudelsuppe zum z’Morge hielten. Die Beine hatten noch keinen Saft, das Blut floss nur widerwillig durch die Gefässe.

Mit vollen Bäuchen waren wir bereit für die 21km lange Abfahrt bis zum Dorf Nam Ming an tiefster Stelle des Tales. Nach den ersten Abfahrts-Kilometern hielten wir es kaum mehr aus und mussten anhalten, um unseren dicken Fleece-Jäckchen auszupacken, die zuunterst in unseren Seitentaschen verstaut waren. Zähneklappernd und mit gefühllosen Finger und Zehen standen wir da. In einem Dorf, kurz angehalten um uns „aufzuwärmen“ und ein Foto zu knipsen, hielt eine Frau Räphu eine Karte mit Bildern vor den Kopf – die misteriösesten und uns oft unbekannten Tiere waren darauf abgebildet, unterwegs wurden diese auch tot oder auch noch lebendig bei den Bambus-Unterständen zum Verkauf angeboten. Wie befürchtet, steckt wohl einmal mehr der (Aber-)glaube der Asiaten an die vielfältigen medizinischen Wirkungen dahinter. Die toten affen- oder marderartigen Tiere sowie Bärentatzen eingelegt in Schnaps schockierten uns zutiefst. Bei der Recherche im Netz sind wir auf den Artikel „Der Bär, die lebende Zapfanlage!“ gestossen. (http://www.welt.de/vermischtes/article122826016/Der-Baer-die-lebende-Zapfanlage.html), der von den tierquälerischen Methoden berichtet. In der traditionellen chinesischen Medizin werden die getrockneten Gallenblasen der Bären zur Behandlung unterschiedlicher Erkrankungen eingesetzt, darunter Herz- und Leberprobleme. Der Gallensaft wird den Bären in Bärenfarmen täglich abgezapft und für ähnliche Zwecke verwendet. Die Chinesen glauben seit Jahrtausenden daran, dass der Verzehr und die Einnahme von Bärentatzen sie so stark und potent machen wie ein Bär selbst ist. Eine weitere schockierende Realität, die uns fortan begleitete.

Mit dieser Abfahrt wurden wir nach der gestrigen Alp D’Huez unglaublich belohnt, bevor wir unten im Dorf Nam Ming ankamen, die Brücke über den gleichnamigen Flusses Nam Ming querten und wir wieder einmal ca. 800 Höhenmeter Aufstieg über eine gut 10km lange Strecke vor uns hatten. Aufgewärmt waren wir jedenfalls schnell wieder. Es ist klar, dass nach einer weiteren Downhill-Strecke einen Schlussanstieg von 3km folgte, bevor wir endlich (!), nach 74km im heissen Kessel von Luang Prabang ankamen. Luang Prabang, unser Fernziel seit der Abfahrt in Siem Reap, Kambodscha, hatten wir (natürlich auch dank der einen oder anderen Busfahrt) in 15 Tagen tatsächlich erreicht. Die ehemalige Hauptstadt des historischen Königreiches liegt quasi auf einer Halbinsel, gebildet vom Mekong und dem Nebenfluss Nam Khan. Nach einem üppigen Mittagessen mussten wir uns aufraffen, um für die nächsten Tage ein Dach über dem Kopf zu finden – glücklicherweise war die Aufgabe hier keine schwierige, den Guesthouses und Hotels in allen Preiskategorien gibt es hier wie Sand am Meer.

 

Luang Prabang

[5.-8. März 2014]

Die drei Tage im Zentrum von Luang Prabang vergingen wie im Flug, ohne dass wir grosse Sprünge gemacht hätten. Den Tag begannen wir jeweils mit einem Gang zum „Le Banneton“, einem ausgezeichneten Bäcker mit dunklen, knusprigen Baguettes, Pain au chocolat und gutem Kaffee. Eigentlich beschränkte sich unsere Entdeckungstour ohnehin nur auf kulinarische Erlebnisse. Irgendwie mussten wir wohl auch unsere leeren Speicher wieder füllen. Die Wahl fiel eigentlich immer auf die spezielle, laotische Küche mit geräucherten oder scharfen, frischen Dipp-Saucen (mit oder ohne Büffelhaut), die mit Sticky Rice, serviert in einem geflochtenen Bambus-Körbchen, mit den blossen Fingern gegessen werden. Räphu genoss hier und da marinierter Mekong-Fisch, in einem Bananenblatt eingewickelt oder getrockneter Mekong-Fisch, währenddem ich mich weiterhin auf das frische Gemüse und auch gerne auf die frischen Frühlingsrollen konzentrierte. Dazu gab’s oft getrocknetes Mekongseegras mit Sesamkörnern oder Cashewnüssen. Frische Mango-Passionsfrucht- und Limettensäfte löschten unseren Durst und natürlich genossen wir weiterhin den geliebten laotischen Kaffee, dickflüssig und mit ausgeprägter Schokoladennote zusammen mit einer Portion Eiswürfel. Asien ist einfach ein  Schlaraffenland!

Eines Tages, wir hatten uns gerade gewundert, wo die beiden britischen Fahrradfahrer Antonia und Neil wohl unterwegs waren, tauchten sie plötzlich beim Le Banneton auf und es gab ein grosses Wiedersehen. Wir verbrachten die folgenden Tage zusammen, verabredeten uns ob zum nachmittäglichen Apéro am Mekong, Bummel über den Nachtmarkt oder frühen Frühstück vor einem geplanten Ausflug zu den nahegelegenen Wasserfällen Khouan Si. Über einige Etappen, die beide Teams hinter sich gebracht hatten, gab es zu berichten, abzuraten oder voller Stolz, es geschafft zu haben, zu erzählen. Die beiden sind nach einem zweieinhalbjährigen Auslandaufenthalt in Indonesiens Hauptstadt Jakarta nun langsam auf dem Nachhauseweg en vélo. Von Malaysia werden sie allerdings den Flieger in die Türkei nehmen, um dem Zuhause nach so langer Zeit in der Ferne schneller näher zu kommen. Das wäre auch noch eine Idee für uns..mal sehen!

Wat Sirimoungkhoun Sayaram in Luang Prabang

Wat Sirimoungkhoun Sayaram in Luang Prabang

 

Gerade die Dorfszenen und das äusserst herzliche Willkommen heissen der Menschen am Wegrand sind Momente, die nie und nimmer mit der Kamera eingefangen werden können. Auf keinen Fall wollen wir diese ursprüngliche und friedliche Lebensweise stören und halten eigentlich nur selten in den kleinen Dörfern an. Denn sofort spüren wir, wenn wir es doch mal tun, die Unsicherheit und Distanz der Bewohner und wir bemerken, wie wir quasi wie in ihr Familienleben hereinplatzen, welches sich am Wegrand vor ihrer Pfahlhütte abspielt. Deshalb ist die Nähe-Distanz beim Fahrradfahren optimal und beschert uns viele Einblicke und einprägende Begegnungen im Tempo des tiefsten Ganges bergauf. 

 

 

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Strecken- und Zeitplan

von Vang Vieng nach Luang Prabang in 3 Tagen

Tag 13: Vang Vieng – Namxa-Noy, 6.00-10.45 und 11.15-13.00, 6.5h, 78km. Bungalow im Hotspring Water Resort für 60 000 Kip.

Tag 14: Namxa-Noy – Kiou Ka Cham, 6.00-14.30, 8.5h, 76km. Guesthouse Bounthan, Zimmer für 60 000 Kip.

Tag 15: Kiou Ka Cham – Luang Prabang, 7.00-12.30, 5.5h, 74km. Sokdee Guesthouse in Luang Prabang, zentral gelegen, 100 000 Kip.

1 Kommentar

  1. Wieder viu erlebt…Alpe d’Huez usw. bezwungen…SUPER. Wasserbüffel gibt’s natürlich auch bei uns!!!
    Von wegen Magen/Darm. gehört haut wohl dazu!!
    Nehme an, langsam aber sicher nähert sich euer mehr als einjähriges Abenteuer dem Ende.

    LG Heinz

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