..erstens kommt es anders, zweitens als man denkt..
Aus einem Traum wird für uns zwei nun Wirklichkeit. Ein riesiges Freiheitsbedürfnis lässt uns nun nach langem Zweifeln, hin und her überlegen losziehen in die weite Welt mit der Erwartung, ohne Zwang in völliger Freiheit diesen grossen Traum zu leben.
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Ab März 2013 werden wir unterwegs sein und versuchen die Welt, oder jedenfalls Teile davon auf unsere Art zu erkunden und zu erleben. Wir freuen uns auf Begegnungen mit Natur, unterschiedlichsten Kulturen, faszinierenden Menschen und anderen Globetrottern. Ebenso träumen wir schon jetzt davon, wie wir in der Wildnis Patagoniens trekken, in den Anden Berge und Vulkane erklimmen, im amazonischen Regenwald auf Schleichwegen unterwegs sind, Tiere beobachten, und ganz einfach völlig frei darüber entscheiden können, was wir die nächsten Tage tun möchten.
Damit wir nur distanzmässig weit weg von euch zu Hause sind, wir mit euch unsere Freuden und Leiden teilen können und ihr durch die Linse der Kamera unsere Reise miterleben könnt, haben wir diese Homepage kreiiert. Wir freuen uns schon jetzt auf eure Besuche!
Von der ersten vagen Idee bis zum endgültigen Plan ist ein langer Weg, wie wir erfahren haben. Statt die ersten Reisevorbereitungen in Angriff zu nehmen, haben wir uns ca. ein halbes Jahr intensiv mit der Entscheidung auseinandergesetzt. Befürchteter beruflicher Knick, Hemmungen, ein festes Zuhause aufzugeben und Familie & Freunde für eine längere Zeit zurückzulassen sowie ganz einfach eine allgemeine Unsicherheit haben uns lange Zweifeln lassen. Doch eine gewisse Unzufriedenheit mit dem aktuellen Leben, die einengenden Strukturen im alltäglichen Leben, das bisher nicht erloschene Reisefieber und nicht zuletzt die “jetzt-oder-nie-Frage” haben dazu geführt, dass wir uns für jetzt entschieden haben.
Wir haben die Seite und den Blog nicht nur für die lange Reise gemacht, wir möchten auch die eine oder andere Geschichte nachdem und – wie man vielleich bemerken mag – davor erzählen. Das Internet bietet diesbezogen eine sehr elegante Plattform etwas darzustellen, wofür sich niemand verpflichtet es sich anzuschauen – es ist einfach da und man kann – wenn man will – konsumieren.. Mehr zu tierra-safiri.com findet ihr hier!
Reisen auf unserer einzigartigen Erde – wie der Name unserer Homepage schon sagt (tierra, lat. terra = Erde und safiri übernommen vom Swahili-Wort safiri = reisen) – ist unser Vorhaben für vielleicht ein ganzes Jahr.
Damit wir uns den Luxus eines festen Zuhause schnell abgewöhnen, verbringen wir die beiden ersten Nächte schon mal am Flughafen – am 28. Februar in Zürich und am 1. März am Aeropuerto de Ezeiza in Buenos Aires (i dä guetä Lüft Argentiniens). Bis dahin werden wir mit unseren Freunden Vroni & Fränk unterwegs sein, bevor sich dann hier unsere Wege für vorerst eine Woche trennen. Dem Reisebudget zuliebe haben wir dies so geplant – zu Viert werden wir die Nächte schon irgendwie rumbringen.
Am 2. März haben wir dann unser erstes Ziel erreicht – das Ende der Welt.
Tierra del Fuego ist eine Inselgruppe an der Südspitze Südamerikas, welche durch die Magellanstrasse vom Festland abgegrenzt ist. Die östliche Provinz Tierra del Fuego ist argentinisches Gebiet, der westliche Teil “Magallanes” gehört zu Chile. Tierra del Fuego – Feuerland hat seinen Namen von Fernando Magellan erhalten. Der Portugiese war mit seinen Mannen auf der ersten Weltumsegelung, als er 1520 die argentinische Küste entlangsegelte und schliesslich ganz im Süden die Wasserstrasse zum Pazifik fand. Während sie den zerklüfteten und labyrinthartigen Durchweg – die Magellanstrasse – durchschifften, sahen sie an Land immer wieder Lagerfeuer. Kontakt zu den dort lebenden Indianern wurde aber offenbar nicht aufgenommen. Aber das Inselgebiet erhielt seinen Namen: Feuerland! Für die Indianer an Land muss der Anblick der drei spanischen Schiffe in dieser ohnehin geisterhaften Umgebung ziemlich mystisch gewirkt haben. Denn weder solche Schiffe, noch solche Wesen hatten sie jemals zuvor gesehen.
Die ersten Tage werden wir somit in Ushuaia verbringen – der südlichsten Stadt Argentiniens am Beagle-Kanal – und den Weg in den Parque Nacional Tierra del Fuego auf uns nehmen – ein Ort, wo wir schon immer mal hin wollten!
“Wir, die wir die Berge erklettern, wissen, dass jede Höhe durch geduldige und mühsame Anstrengung gewonnen werden muss. Wir wissen auch, dass ein entschlossener Wille sich den Weg bahnt, und wenn wir zu unseren täglichen Beschäftigungen zurückkehren, so sind wir für den Kampf des Lebens besser gerüstet und schöpfen aus der Erinnerung neue Kraft und Lebensfreudigkeit.” (Edward Whymper)
Edward Whymper (Bild) war nicht Bergsteiger – erst als er nach Zermatt kam, inspirierten ihn die Berge in solchem Ausmass, dass er später zusammen mit drei Landsleuten und zwei Bergführern das Matterhon als Erstbesteiger über den Hörnligrat (Bild) bezwang. Doch auch schon in der Zeit zwischen dem allmählichen Start seines Interesses an den Bergen und dem Erstzustieg des “schönsten Berges der Welt”, macht er durch andere Erstbesteigungen wie etwa der Barre des Écrins (Bild), der Aiguille d’Argentière (Bild) und des Mont Dolent (Bild) sowie 1865 mit der Erstbesteigung der Aiguille Verte (Bild) via Whymper Couloir, und der Grandes Jorasses (Bild) (Pointe Whymper) von sich hören.
Nicht, dass wir im Sinn hätten, all diese Berge und die teilweise sehr schwierigen Routen zu erklettern und besteigen – zumal die Meisten unsere Fähigkeiten bei Weitem übersteigen würden. Allerdings gibt es nur im Alpenraum Berge wie Sand am Meer, und darunter hunderte deren wir uns mächtig sind und die wir uns gerne als Ausflugsziel annehmen. Wichtig ist nicht nur der Gipfel, sondern wie fast immer der Weg dahin.
Manche mögen staunen und uns für etwas seltsam halten, wenn wir fast jeden freien Tag am Berg sind, allerdings ist es unseres Erachtens ein Hobby, wobei einerseits ein kompaktes Verständnis des Körpereinsatzes, eine vorsichtige und rücksichtsvolle Planung von Route(n) und dazu aufzuwendendem Material und ein nachhaltiges Umgehen mit den eigenen Ressourcen von Nöten ist. Dies und die überaus berauschende Natur, die man am Berg erlebt, scheint es uns Wert zu sein, viele Stunden dafür aufzuwenden. Mein persönliches Ziel (Raphael) ist es, in jeder Situation die mit den möglichen Mitteln, richtige Entscheidung zu treffen.
Hierfür bedarf es ein gutes Verständnis von den gängigen Hilfsmitteln. Dies betrifft primär der Einsatz des Seils (Knoten), den Einsatz von sogenannten Fels- & Eisgeräten (bspw. Steigeisen, Eisschrauben, Karabiner und anderen Seilgeräte), andererseits die Einschätzung von Wetterbedingungen, Geologie und die Beurteilung der generellen Oberfläche, worauf man sich bewegt (Gras, Eis, Firn, Schnee, Fels). Aus diesen Gründen sagen wir nur: …..